September 2023: Neue Upcycling-Projekte
Diesen Monat hatte ich ein paar Upcycling-Ideen. Die erste war eine Weste aus Loden-Resten, die von vorhergehenden Projekten noch übrig waren. Der Schnitt ist ein klassischer Herrenschnitt. Die Weste ist gefüttert, das Futter besteht aus Teilen eines aussortierten Hemdes und einer Cordhose:
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Das war dann schon mal eine gute Vorübung für das nächste Projekt: Eine Sportweste aus Harris Tweed.
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Das Tweed konnte ich aus einem alten Sakko ausschlachten, dessen Innenfutter sich auflöste. Harris Tweed ist sonst nicht günstig zu bekommen, und ich wollte das Material mal verwenden. Den Schnitt hatte ich schon einmal für eine Lodenweste verwendet, die seit 6 Jahren bei mir fast täglich im Einsatz ist. Und der stammt von einer Fahrradweste, ist also im Rücken besonders weit runter gezogen. Das hat sich bewährt. Hier ein paar Fotos zur Sportweste:
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Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Teile des ausgeschlachteten Sakkos recht klein sind. Die Vorderseiten geben mit ihren Taschen und Abnähern nicht viel Fläche her.
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Und so entstehen die neuen Vorderteile der Weste aus den alten Rückenteilen des Sakkos. Das ist alles sehr knapp. Irgendwie gehts immer.
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Die Rückenteile und ein Seitenteil musste ich aber aus je zwei kleineren Teilen zusammensetzen. Die Schulter wurde aus einem Stück Loden gefertigt. Von aussen ist es mit Wachstuch belegt, man sieht vom Loden also nichts:
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Die Front bekam auch Schultern aus Wachstuch. Die Taschenklappen stammen noch original von dem ausgeschlachteten Sakko, sind aber bisher nur Fake. Es gibt keine Taschen da drunter. Wenn vom Tweed noch was übrig bleibt, werden hier vielleicht Taschen aufgesetzt. Das Tweed soll aber erst mal für eine neue Bakerboy-Cap reichen.
Für das Innenfutter musste ich Material kaufen. Es besteht aus Viskose, welche aus Zellulose von Pflanzenfasern hergestellt wird. Das Material gibt es schon seit 100 Jahren, das Herstellungsverfahren ist heute deutlich umweltverträglicher geworden.

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