26.01.2026: Nochmal Loden-Upcycling: Loden-Janker
Der fertige Janker trägt sich sehr bequem und wurde sofort zu meiner Lieblingsjacke. Das traditionelle Design muss man sich nur trauen. Im Alltag sticht es etwas heraus im Vergleich zur üblichen Massenmode.
Meine Lodenjacke von 2017 ist immernoch im Einsatz und wird gerne getragen. Ich wollte aber mal wieder so ein Upcycling-Projekt machen und eine weniger sportliche Jacke fertigen. Ein Lodenmantel Damengröße 48/50 fand sich für 10 Euro auf ebay, plus Porto. Der Mantel hatte vorne und hinten Dopplungen, wie ein Umhang bis in Brusthöhe, also extra-Stofffläche. Als Schnitt kam der Burda Janker 7291 zum Einsatz.
Der Mantel wurde zuerst vom Futter getrennt und dann mit Bio-Wollwaschmittel gewaschen, welches Wollfett enthält. Nach dem Trocknen wurde entlang der Nähte aufgetrennt und die Einzelteile glatt gebügelt. Die Schnitteile konnten mit nur zwei zusätzlichen Teilnähten (Rücken und Ärmel) auf das vorhandene Material verteilt und ausgeschnitten werden. Und es blieb noch sehr viel Material übrig. Das hatte ich noch nie.
Hier ein paar Fotos von der Entstehung:
Die Front zieren drei funktionstüchtige Paspeltaschen. Der Stoff ist übrigens marineblau, kommt hier nur falsch raus.
Die Rückseite musste mit einer quer liegenden Naht unterteilt werden, damit sie auf das Material passt. Zusätzlich sind seitliche Abnäher hinzugekommen, um den Schnitt etwas figurbetonter zu machen. Die laufen in 10cm Abstad zur Seitennaht über die ganze Höhe, sehen also aus wie Nähte zwischen Einzelteilen.
Hier kam das Futtermaterial aus dem Spender-Mantel wieder zum Einsatz. Für die Futterärmel reichte es nicht mehr, da musste ein anderer Viskose-Stoff her. Natürlich musste auch das Original-Logo des Lodenstoffs wieder platziert werden :-)
Fertig genähte Jacke noch ohne Knöpfe. Die sind bestellt, aber noch nicht da.
Die Knopflöcher wurden mit Klebeband markiert.
Und dann eine Naht mit kleinen Stichen am Rand entlang genäht. Danach innen aufschneiden und von Hand per Knopflochstich fertig nähen.