06. Juli 2023: Ein erstes Projekt zum Kennenlernen der neuen Pfaff 134

Um die Maschine kennen zu lernen, habe ich eine Hemdjacke genäht. Diese besteht aus altem Leinen, das vermutlich zwei Generationen in einer Aussteuertruhe lag. Schön grobe Textur. Das Leinen wurde vorgewaschen, dann vernäht und am Ende gefärbt. Da das verwendete 75er Rasant aussen Baumwolle hat, wurde es mit gefärbt.
Designvorbild für die Jacke war diese französische Vétra Jacke
Aber jetzt das Wichtigste zuerst! Die Pfaff 134 hat wunderbar funktioniert. Sie hatte keinen einzigen Aussetzer, und hat alle Nähsituationen souverän gemeistert. Design und Klangbild zusammen mit dem Tretantrieb sind sehr harmonisch. Man hört quasi den Oberfaden über den Greifer reiben :-) Eine schöne Maschine für meditatives Nähen. Sie kann die Nachfolge für die Pfaff 31 nun antreten. Die wird erst mal eingelagert.

Grundlage war ein Schnittmusterbogen von Self made. Der Bogen besteht aus Vlies, was mir sehr gut gefällt. Weniger gut gefällt mir der Schnitt. Er war einfach viel zu groß, und nur in jeweils einer Größe wählbar. XL sollte eigentlich für mich passen, aber fiel sehr groß aus. Ich musste viel anpassen. Ausserdem war die Nähanleitung sehr dürftig. Das habe ich schon viel besser gesehen. Und zum Glück konnte ich mich auch an einer besseren Anleitung für eine ähnliche Jacke orientieren. Das eine oder andere Detail ist dann aber auch nicht optimal gelungen.

Um den Schnitt anzupassen, und auch das Design, wurden zuerst mal Schablonen aus Papier durchgerädelt und ausgeschnitten. Die Knopfleisten bekamen einen zusätzlichen Beleg. Auch im Rücken habe ich innen eine zweite Lage über die Schultern gelegt. Von aussen sieht man davon nichts. Weiterhin abweichend gibt es keine Armmanschetten. Der Schnitt musste daher auch angepasst werden.

Das ist der einzige Zwischenstand den ich festgehalten hatte. Hier mussten noch die Schultern, und überhaupt die ganzen Breitenmaße um mehrere Zentimeter gekürzt werden.